Rettungsleine für die Demokratie
Initiativen für Demokratiebildung in der Marktgemeinde Jenbach regten zum Denken an
Von 20. bis 24. Oktober fand die österreichweite Demokratiewoche von „Bündnis 2025“ und der Initiative „Ja – Demokratie“ statt. Das nutzten Einrichtungen in der Marktgemeinde Jenbach, um über dieses wichtige Thema zu informieren. Gemeinsam veranstaltete der Verein Toleranz, die Markt- und Schulbücherei jen.buch sowie die Polytechnische Schule Jenbach eine Reihe an Veranstaltungen für Schülerinnen und Schüler sowie für die Bevölkerung.
Den Auftakt machte ein Workshop für die Jugendlichen der Polytechnischen Schule mit der Demokratiebildnerin und Politikwissenschafterin Joanna Egger. In den zwei interaktiven Stunden machten sich die jungen Menschen Gedanken über das Thema Demokratie, ihren eigenen Beitrag dazu und deren Wert für sich selbst. Mit diesen Inputs im Kopf kreierten die Schülerinnen und Schüler der PTS schließlich eine kreative Auseinandersetzung mit dem Thema Demokratie auf Postkarten. „Die direkte Auseinandersetzung mit dem Thema Demokratie ist keine einmalige Aktion, sondern ein ständiger Prozess, der nicht früh genug begonnen werden kann“, unterstreicht PTS-Direktorin Dagmar Knoflach-Haberditz die Bedeutung dieses Workshops für Jugendliche.
Doch auch für die jüngeren Kinder wurden Akzente gesetzt. So lud Büchereileiterin Maria Lackner die dritte Klasse der Volksschule Jenbach in die Markt- und Schulbücherei jen.buch ein. Sie las den Kindern ein Kinderbuch zum Thema Demokratie vor. Anschließend zeichneten sie ihre Eindrücke zum Thema ebenso auf Postkarten. In der Markt- und Schulbücherei jen.buch informierte zwei Wochen lang ein Büchertisch für Erwachsene und Jugendliche mit interessanten und vielfältigen Medien zum Thema Demokratie.
Die Postkarten der Schülerinnen und Schüler der Volksschule und der Polytechnischen Schule wurden schließlich bei einem sehr gut besuchten Infostand am 25. Oktober im Dorfzentrum vor der Bücherei aufgelegt. Dieser Stand wurde von Roswitha Gebauer und Inka Hilscher vom Verein Toleranz sowie von Edith Rose vom Verein Ja Demokratie vorbereitet und betreut. Vorbeigehende Interessierte konnten sich so nicht nur mit aufliegenden Materialien informieren, sondern auch ihre eigenen Gedanken und Wünsche an die Demokratie auf den Postkarten festhalten. Die Karten wurden auf eine „Rettungsleine“ gehängt, die zum Ausdruck bringt, dass Demokratie als wichtiges Gut kein Selbstläufer ist, sondern dass ständig daran gearbeitet werden muss.
Die Aktionswoche Demokratie fand in Erinnerung an die diesjährigen Jubiläen 80 Jahre Zweite Republik, 70 Jahre Staatsvertrag und 30 Jahre EU-Beitritt statt.